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veröffentlicht: 13.12.06
Deutsch-litauisches Forum in Vilnius mit viel Kompetenz
Der Nikolaus kommt nach Plunge

Ein letztes Mal in diesem Jahr fuhren Ulla und Peter Amsler in der ersten Dezemberwoche in die litauische Partnerstadt Plunge bzw. in die Hauptstadt Vilnius.
Anlass des einwöchigen Aufenthalts war die Teilnahme von Ulla Amsler als Vertreterin des Partnerschaftsvereins "Hilfe für Plunge / Litauen e.V." an der zweiten Konferenz des deutsch-litauischen Forums - das erste Mal in Berlin im September - nun in der lit. Hauptstadt Vilnius.
Die Konferenz wurde im Beisein des lit. Botschafters in Deutschland Evaldas Ignatavicius und des deutschen Botschafters in Litauen Volker Heinsberg sowie deutsch / litauischer Parlaments- und EU-Abgeordneter und Geschäfts- u. Kulturvertreter, von dem früheren lit. Botschafter in Bonn und jetzigen Richter im Verfassungsgericht Litauen Prof. Dr. Z. Namavicius eröffnet.

Der Vorstand des Forums, von rechts Dr. Joachim Tauber, Vorstandsvorsitzender der deutschen Sektion, Prof. Justinas Karosas, Parlamentsabgeordneter, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Volker Heinsberg, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Zenonas Namavicius, Botschafter der Republik Litauen a.D. in Bonn, Richter im Verfassungsgericht Litauen, Gerd Höfer, Bundestagsabgeordneter, Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, A ntanas Gailius, Parlamentsabgeordneter, Vorstandsvorsitzender der litauischen Sektion, Thomas Mann Kulturzentrum,

Die drei Arbeitsgruppen stellten zunächst die heutige Situation der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen / wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Litauen dar.
Danach erarbeiteten die Teilnehmer konkrete Vorstellungen für die weitere Zusammenarbeit, die dann zum Schluss im Plenum vorgetragen wurden.
Die kulturellen Beziehungen sind vielseitig und sehr umfangreich, dagegen ist der wissenschaftliche Bereich z.b. die Baltistik noch ein Stiefkind mit fehlenden finanziellen Mitteln.
In der Politik haben die Litauer große Erwartungen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft.
Es kam unmissverständlich zum Ausdruck, dass die deutsche Bundesregierung eine härtere Position gegenüber Russland einnehmen sollte.
Das Kaliningrad-Problem sollte ein EU-Thema sein und nicht allein von Litauen gelöst werden.
In den wirtschaftlichen Beziehungen muss das Investitionsklima verbessert werden.
Litauen muss gute Verwaltungsfähigkeiten zeigen, damit noch mehr Firmen ins Land kommen.
Der litauische Außenhandel ist um das 3-fache gestiegen, jedoch kommt der größte Teil des Imports aus Russland.
Das größte Problem für die Wirtschaft ist die Abwanderung der lit. Fachleute ins westliche Ausland sowie die großen Unterschiede in allen Bereichen zwischen Städten und ländlichen Regionen.


Zum Abschluss der Konferenz lud der deutsche Botschafter alle Teilnehmer in seine Residenz außerhalb von Vilnius ein.


Die Hauptstadt Vilnius (hier der Kathedral-Platz) erstrahlte im vorweihnachtlichen Glanz, dagegen war beim anschließendem Besuch in Plunge nur sehr wenig von einer adventlichen Atmosphäre zu spüren.

Abträglich für diese Stimmung waren auch die riesigen Erdarbeiten im Zentrum. Stadtverwaltung, Regierung und die EU finanzieren die lang erwartete Erneuerung der Kanalisation.
Das milde, frostfreie Wetter lässt die umfangreichen Straßenarbeiten zügig voranschreiten.
Spätestens zum Stadtfest im Juni zeigt sich dann das Plunger Zentrum im neuen Gesicht, eine Fontäne wird dann die Mitte verschönern!


Der 6. Dezember, der Nikolaustag, ist in Litauen unbekannt, ebenso die 4-wöchige Adventszeit.
Umso mehr genossen die Plunger Freunde die Nikolausfeier nach traditionellen deutschen Brauch im deutschen Kulturzentrum.
Der deutsche Nikolaus brachte Süßigkeiten und kleine Geschenke, gemeinsam wurden Nikolaus- und Weihnachtslieder bei Kerzenlicht und adventlicher Dekoration gesungen.


Zwei Plunger Familien bekamen von "Hilfe für Plunge/Litauen e.V." ganz besondere Nikolausgeschenke: Eine alleinerziehende Mutter mit 5 Kindern, davon eine Tochter taubstumm, kaufte gemeinsam mit Ulla Amsler für 300 € eine dringend benötigte Schlafcouch und einen Esstisch mit Stühlen.
In Plunge gibt es mehrere Möbelgeschäfte, die gebrauchte Möbel aus Deutschland anbieten.
In der zweiten Familie kann nun für die schwer verunglückte Tochter die benötigten Medikamente für 200 € gekauft werden.

Zum Abschluss des Plunger Aufenthaltes plante Ulla Amsler mit dem Partnerschaftsteam die Aktivitäten für das kommende Jahr: Deutsche Sprachkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, litauisch-deutsche Literaturabende in Plunge und in Menden, Besuch einer Plunger Frauengruppe zum Europatag in Menden, Künstleraustausch mit einer Ausstellung in Plunge, klassisches Konzert in Menden und weitere Unterstützung sozialer Einrichtungen und einzelner bedürftiger Familien in Stadt und Kreis Plunge.
Das nächste Wiedersehen mit den Plunger Freunden wird bereits im März in Plunge sein.

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Besuch und Planungen




Anmerkung:

Wir haben bereits zwei Abhandlungen von Dr. Tauber über Litauen auf unserer Website veröffentlicht.
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finden Sie diese Seiten.

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