M I T G L I E D E R - I N F O
13.08.08


Liebe Gäste!

Ein herzliches Willkommen zur Jubiläumsfeier des „Partnerschaftsvereins Menden – Plunge“.
Es ist schön, dass so viele heute morgen gekommen sind.
Die meisten von Ihnen waren bereits in Plunge und fühlen sich in den unterschiedlichsten Weisen mit unserem Verein verbunden.
Besonders möchte ich unseren Bürgermeister Rudolf Düppe begrüßen, der trotz einer großen Familienfeier zu uns gekommen ist.
Ebenso freuen wir uns, dass die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Lewald bei uns ist.
Den weitesten Weg haben unsere Freunde aus Plunge, an der Spitze der stellvertretende Bürgermeister Juozas Šlepetis mit seiner Frau Regina.
Mit ihnen gekommen sind Vilma Mosteikiene, Leiterin des deutschen Kulturzentrums, Virga Liutikaite, Bibliothekarin in der städtischen Bücherei und Irena Latakiene, die von Anfang an auf litauischer Seite den Schüleraustausch zwischen Walram– und Saule- Gymnasium organisierte.
Alle drei sind für uns unentbehrliche Helferinnen vor Ort!
Ganz besonders begrüße ich den Direktor des Saule–Gymnasiums, Juozas Milašius, einen Freund der ersten Stunde.

Lieber Herr Düppe, Sie sind der eigentliche Urheber unseres Vereins, Sie gaben den Anstoß zu unserer Vereinsgründung.
1998 fuhr eine Mendener Delegation aus Anlass des 5jährigen Bestehens unserer Städtepartnerschaft nach Plunge, darunter war der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Dr. Volkhard Wrage, die Mendener Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Wagner, Horst Laubner und ich.
Horst und ich haben zuletzt mit weiteren Helfern humanitäre Hilfsgüter nach Plunge gebracht.
Uns Vieren war klar, dass für viele soziale Einrichtungen in Plunge eine materielle und finanzielle Hilfe weiterhin notwendig war und die partnerschaftlichen Beziehungen in den unterschiedlichen Bereichen gefördert und erweitert werden sollten.
Sie, Herr Düppe, waren der gleichen Meinung und spontan sagten Sie mir: "Gründen Sie doch einen Verein, denn gemeinsam kann man mehr erreichen, ist man stärker!"
Zurück in Menden war dann schnell die Gründungsversammlung, zu der Dörte Schwarz, Everhard Raue und mein Mann Peter noch hinzukamen.
Einen Vereinsnamen fanden wir auch schnell „
Hilfe für Plunge / Litauen“.

Ja, und jetzt ist dieser Verein 10 Jahre alt!
Es ist viel passiert, es hat sich viel ereignet in diesen Jahren.
40 große Transportfahrzeuge mit Hilfsgütern wurden von uns beladen und wieder in Plunge ausgeladen, vollständig von uns finanziert.
Für uns ein großer Arbeits- und finanzieller Aufwand.
Es gab oftmals Ärger an den Grenzen, mit dem Zoll in Plunge.
2005 kam dann unser letzter großer Transport bei Eis und Schnee in Plunge an. Danach beschlossen wir, nur noch nach unseren finanziellen Möglichkeiten die benötigten Hilfsgüter vor Ort zu kaufen und so weit wie möglich gezielte Unterstützung in unseren Privat-PKWs zu bringen.

Über unsere umfangreiche humanitäre Hilfe bekamen wir weitere Kontakte zu anderen Bereichen, zu anderen Gruppierungen in Plunge.
So entstanden schnell freundschaftliche Beziehungen zum Wanderclub „Terra Inkognita“, zum Seniorenclub „Pilnatis“, zum Verein mit behinderten Kindern, zum Behindertenverein „Viltis“, zum Museumsförderverein, Altenheim, zu vielen Schulen, zu den Landfrauen, zur kath. Kirchengemeinde und zu vielen anderen Plunger Institutionen.
Für Geschäftsleute, Politiker, Schulleiter, Schüler, Musik- und Tanzgruppen, Ärzte, Künstler organisierten wir Ausstellungen, Konzerte, Informationsbesuche, Hospitationen und initiierten den Künstleraustausch mit dem FrauenKunstForum Südwestfalen und einer Künstlergruppe aus dem Kreis Plunge und den Schüleraustausch mit dem Walram-Gymnasium und noch vieles andere mehr!

Unsere wichtigste Investition war jedoch gemeinsam mit dem Saule-Gymnasium die Einrichtung eines deutschen Kulturzentrums mit 3 Gästewohnungen.
Dies haben wir Juozas Milašius zu verdanken, der den Wunsch einiger Amerikaner, ein amerikanisches Kulturzentrum in seinem Schülerwohnheim zu errichten, ablehnte und unseren Verein als Partner nahm.
Er wollte unbedingt die deutsche Sprache, die deutsche Kultur den Plungern näher bringen.

Freundschaften entstehen durch gegenseitige Treffen, gemeinsames Erleben und so fuhren wir aus Menden regelmäßig nach Plunge und die Plunger kamen zu uns.
Und wer einmal in Plunge war, den zieht es immer wieder dorthin!

10 Jahre war unser Vereinsname „
Hilfe für Plunge/Litauen e.V.“.
In den Augen der Plunger Freunde drückte er kein Gleichgewicht in unseren Beziehungen aus.
Für uns war es jedoch immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wir gaben die materielle und finanzielle Hilfe, ja und jetzt kam dann immer von den Plunger Freunden die Frage: was können wir euch denn schon geben?
Zuerst die große Gastfreundschaft, die oft beschämend für uns war, die Herzlichkeit, die Natürlichkeit der Menschen, das Auftanken, das Abschalten in der unb-rührten Natur, die Traditionspflege, die Volkskunst, Volkslieder, die sehr kreativen künstlerischen Ausdrucksformen und die Einsicht, dass Geld nicht alles im Leben ist, sondern Freundschaft, Gleichwertigkeit, Achtung und Toleranz.
Diese menschlichen Maßstäbe im Umgang miteinander möchten wir nun in unserem neuen Vereinsnamen „
Partnerschaftsverein Menden–Plunge e.V.“ zum Ausdruck bringen.

Zum Schluss meiner Rede sage ich unseren Mitgliedern, unseren Förderern und Sponsoren ein herzliches Dankeschön, denn ohne Eure, ohne Ihre Unterstützung wären diese vielseitigen Aktivitäten nicht möglich gewesen!
Lasst uns auf die nächsten Jahre des „
Partnerschaftsvereins Menden–Plunge e.V.“ anstoßen!



Die Rede
unserer
1. Vorsitzenden,
Ulla Amsler,
beim Festakt
zum
10. Geburtstag