M I T G L I E D E R - I N F O
11.11.13

Mitgliederrundbrief

Zum Ende des Jahres kommt der Rundbrief direkt aus Plunge!
Die litauischen Freunde grüßen alle Mitglieder ganz herzlich und hoffen, dass unsere Partnerschaft auch weiterhin so lebendig bleibt.

Die Höhepunkte in 2013 waren zweifellos die Veranstaltungen aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Menden-Plunge.
In einer offiziellen Feierstunde der Stadt Plunge wurde die Partnerschaftsurkunde von unserem zweiten Vorsitzenden und Mendener Ratsmitglied Klaus Hoßbach erneut unterschrieben.
Leider stand das Schloss Oginskis wegen umfangreicher Innenrenovierung für diesen offiziellen Akt nicht zur Verfügung.
Nach fast dreijährigen Arbeiten soll es nun in 2014 wieder genutzt werden können, der Museumsdirektor hat bereits unseren Verein zur offiziellen Eröffnung eingeladen.
Die neue Stadtbibliothek war für die Ausstellung "Das Buch" dagegen ein wunderschöner, passender Ort.
Drei Künstler aus Plunge und die mitgereisten Künstlerinnen aus dem FrauenKunstForum Südwestfalen, Ulla Brockfeld, Jette Flügge, Dagmar Müller, Rosi Wolsf-Labarenz und die nicht mitgereiste Christiane Heller zeigten nicht nur in Plunge ihre viel beachteten Arbeiten, sondern es gab auch viele Besucher in der Galerie Baroti in Klaipeda, sogar das staatliche litauische Fernsehen sendete einen Beitrag.

Der Verein hatte nach dem Plunger Stadtfest aus Anlass unseres Jubiläums zu einem "Dankeschön-Fest" auf eine Ferienanlage am Plateliai-See eingeladen.
Siebzig Plunger kamen, die viele Jahre unser Engagement unterstützt haben und mit denen wir freundschaftlich verbunden sind.
Strahlende Sonne, wunderschöne Natur, Musik und Tanz, reichliches litauisches Essen und deutscher Wein waren die Zutaten zu einem gelungenen Fest.

Im Juni hatten wir große Sorge, wie es mit unserem deutschen Kulturzentrum weitergehen würde.
Aldona, unsere zuverlässige, verantwortliche Partnerin dort, wurde das halbe Gehalt gekürzt, bekam für die Ferienwochen kein Geld.
Das Saule-Gymnasium, ihr Arbeitgeber, konnte sie nicht mehr bezahlen, da die Stadt das Budget für diese Schule radikal kürzte.
Unser Verein zahlte das ausstehende Geld, so dass Aldona bis zum Herbst bleiben konnte.
Die Zeit nutzten wir, um intensive Gespräche intensive Gespräche mit dem Bürgermeister, der Kreisdirektorin und dem Schuldirektor zu führen.
Der Einsatz hat sich gelohnt! Aldona wird mit einem angemessenen Gehalt weiterhin für das deutsche Kulturzentrum und seine Gäste sorgen.
Ohne eine zuverlässige Ansprechpartnerin ist ein Bestehen des Zentrums nicht möglich!
Im August verstarb plötzlich unser langjähriges Mitglied, unser Übersetzer und litauischer Sprachlehrer Georg Bruszauskas.
Anfang November wurde sein umfangreicher Nachlass größtenteils und mit finanzieller Unterstützung seiner Tochter von Ulla und Peter Amsler sowie Ulla Brockfeld, für seine große Verwandtschaft nach Litauen transportiert.
Es war ein emotionales, erinnerungsreiches Treffen mit den vielen Verwandten in Jurbarkas, denn "die Lebensqualität ist elendig" so eine Cousine.
Georgs Tochter Sonja trat spontan in unseren Verein ein und informierte uns über ihren Amerika-Litauen Verein in ihrem Wohnort Houston/Texas.
Wir werden sehen, wie sich dieser Kontakt entwickelt.

Neben diese Übergabe der zweckgebundenen Sachspende bekam der Plunger Behindertenverein "Viltis" und das Behindertenwohnheim in Stonaiciai warme Winterkleidung und Haushaltswaren von Mendener Spendern.

Ferner ist unser Ältester im Verein Erich Brall im August verstorben.
Für die Schülerband des Saule-Gymnasiums gaben wir für ein dringend benötigtes Saxophon 300 Euro.
Vom 4.12.13 – 8.12.13 sind acht Plunger unsere Gäste. Die Flugreise wurde überwiegend von uns gesponsert, Unterbringung ist in Familien.
Alle Mitglieder bekommen noch eine schriftliche Einladung zu unserem gemeinsamen Abschiedsabend und gleichzeitigem Jahreabschlußtreffen.

Im nächsten Jahr, Ende August / Anfang September bietet der Verein eine einwöchige Flugreise nach Litauen an, auch für Nichtmitglieder.
Standort ist das deutsche Kulturzentrum in Plunge.
Interessierte können sich jetzt schon beim Vorstand melden.

Der Mitgliederbrief ist lang geworden, aber wie heißt das Sprichwort? "Wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über".

In diesem Sinne
für den Vorstand

Ulla Amsler



So

war

2013