P R E S S E A R T I K E L
19.11.08
Sprachbarriere kein Hinderungsgrund für Städtepartnerschaft
- EU-Städtepartnerschaftskonferenz mit Mendener Beteiligung -

Die beiden Vorsitzenden des „Partnerschaftsverein Menden–Plunge e.V.“ Ulla Amsler und Klaus Hoßbach nahmen an einer viertägigen EU-Städtepartnerschaftskonferenz in Schladming / Österreich teil.
Kommunale Vertreter aus deutschen Partnerstädten, aus Partnerschaftsvereinen und auch Vertreter aus osteuropäischen Partnerstädten in Tschechien, Polen, Ungarn und Slowenien tauschten sich aus, lernten neue Projekte und deren Finanzierungs-möglichkeiten kennen.
Die sehr gastfreundliche Stadt Schladming hat 6 Partnerstädte u.a. Pisek aus Tschechien und Wetzlar in Deutschland.
Wetzlar ist in diesem Jahr ebenfalls eine offizielle Partnerschaft mit Pisek eingegangen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass eine Vernetzung der Partnerstädte untereinander noch mehr zu einem besseren Verständnis in Europa beiträgt.
Leider kam die geplante Teilnahme einer Vertreterin unserer Partnerstadt Plunge nicht zu Stande!

Die Tagungsteilnehmer beim offiziellen Foto auf der Treppe des Sporthotels in Schladming

Eine wichtige Tatsache wurde von allen Teilnehmern hervorgehoben – die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen ost- und westeuropäischen Gemeinden gestalten sich oft schwieriger, als die mit nur westeuropäischen Partnern.
Allein die Finanzierung der Reisen in die westeuropäische Partnerstadt kommt meistens ohne finanzielle Unterstützung aus dem Westen nicht aus.
Das Bestreben aller partnerschaftliche Beziehungen sollte jedoch sein, so viele unter-schiedliche Bürgerbegegnungen wie möglich durchzuführen, denn Freundschaften können nur durch persönliches Kennenlernen entstehen.
Die immer noch schwächere wirtschaftliche Situation für die meisten Menschen in Osteuropa schließt oft eine zusätzliche finanzielle Belastung aus, sowie eine private Unterbringung der westlichen Gäste aufgrund der Lebenssituation der Gastgeber.

Es gibt mittlerweile im Internet eine Liste mit Gemeinden in Deutschland, die gerne eine Partnerstadt in den jungen östlichen EU-Ländern haben möchten.
Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass dann vor einem offiziellen Abschluss die Kommunen sich der Besonderheiten einer solchen Städtepartnerschaft bewusst sein sollten.
Natürlich helfen Ost–West-Partnerschaften auf beiden Seiten Vorurteile abzubauen, gegenseitige Ängste zu beseitigen, die oftmals fremde Geschichte des Landes sowie seine Traditionen kennen zu lernen und die Schönheiten des Landes mit seinen Menschen aufzunehmen.
Die Sprachbarrieren wurden ebenso angesprochen, denn östliche Sprachen sind für Westeuropäer fremd und für die meisten schwer zu lernen.
Fehlende Sprachkenntnisse sollten jedoch nicht davon abhalten, partnerschaftliche Beziehungen aufzubauen und auf eine breite Basis in der Bevölkerung zu stellen. Zuerst ist eine herzliches vorurteilsloses „Aufeinaderzugehen“ wichtig – alles Weitere entwickelt sich dann in Eigendynamik!
Die ganzen positiven sowie negativen Sichtweisen, Begleitumstände, Vorkommnisse in einer Partnerschaft zwischen Ost- und Westeuropa, die in dieser Konferenz angesprochen wurden, sind den beiden Vertretern des „Partnerschaftsverein Menden–Plunge e.V.“ nur allzu gut bekannt, besonders das finanzielle Problem!
Die Konferenz beschloß zum Abschluß eine Empfehlung an die EU in Brüssel weiterzuleiten, dass Projekte mit osteuropäischen Partnergemeinden vorrangig zu finanzieren sind.
Ob dies so sein wird, wird sich im nächsten Jahr zeigen, denn dann plant der Verein mit 38 Plungern in Menden ein themenübergreifendes Projekt über Umwelt, Soziales und Kultur.
Dies Projekt kann jedoch nur mit finanzieller Unterstützung der EU, der Stadt, privater Sponsoren und der Hilfe vieler Mendener Familien durchgeführt werden.



D A N K E



Wir bedanken uns bei der örtlichen Presse für die Berichterstattung über unseren Verein:

WESTFALENPOST
und
Stadtspiegel
am Mittwoch
und am Sonntag

sowie
MENDENER ZEITUNG

mit Wochenblatt
und Stadt-Anzeiger