P R E S S E A R T I K E L
30.04.12
Frühjahrsreise nach Plunge
- Arbeitsbesuch mit Planungen für dieses und nächstes Jahr -

Unser Vertragspartner des Saule-Gymnasiums: Direktor Algimantas Budrys

Beim alljährlichen Arbeitsbesuch der 1. Vorsitzenden des „Partnerschaftsvereins Menden-Plunge e.V.“ Ulla Amsler mit ihrem Mann Peter in Plunge herrschten nicht gerade frühlingshafte Temperaturen.
Auf der Fahrt nach Plunge vom Ankunftshafen Klaipeda war nur sehr wenig Grün zu sehen, doch die ersten Frühlingsboten, die Störche hatten trotz der Kälte und Nässe ihre Nester schon bezogen.

Zu den bereits vorher geplanten Treffen kamen dann in Plunge noch einige spontane hinzu.
Der offizielle Vertrag über die Nutzung der Räume des „Deutschen Kulturzentrum“, das der Mendener Partnerschaftsverein 2000 mit dem Saule-Gymnasium eröffnet hat, musste verlängert werden.
Die drei Vertragspartner - die Stadtverwaltung Plunge als Eigentümer des Gebäudes, das Saule-Gymnasium als Hausherr und der Partnerschaftsverein, der die Räume eingerichtet hat und alleine unterhält, sind für weitere 5 Jahre mit den vereinbarten Bedingungen einverstanden.
Den Vereinsmitgliedern stehen vorrangig die 5 Gästezimmer zur Verfügung, aber sie werden auch zunehmend an in- und ausländische Besucher vermietet, da es im Stadtzentrum nur noch ein Hotel gibt.
Die Einnahmen kommen dem Saule-Gymnasium zu Gute.

Das Deutsche Kulturzentrum befindet sich in der unteren Etage

Ein Treffen gab es mit den Vertretern des Behindertenvereins „Viltis“.
Sie bekamen 350 € für ihre Fahrt zum internationalen Theaterfestival für Behinderte in Brest/Weißrussland.
Am 16. Juni wird während des Plunger Stadtfestes eine internationale Fotoausstellung „Stadt und Dorf“ in der Allee, die zur Stadtbibliothek führt, eröffnet.
Die beiden Mendener Fotokünstler Gudrun Scholand–Rebbert und Mirko Elfert nehmen mit anderen Plunger Partnerstädten teil.
Die ausgewählten Fotos der beiden Mendener übergab Ulla Amsler den Organisatoren. Der Partnerschaftsverein als Mitorganisator beteiligt sich an der Durchführung der Ausstellung mit 100 €.

Am 19. Juni feiert der Plunger Museumsförderverein sein 10jähriges Bestehen.
Da der Verein nach Mendener Vorbild gegründet wurde, sind die Mendener Freunde zur offiziellen Jubiläumsfeier eingeladen.
Leider muss die geplante einwöchige Fahrradtour des Plunger Wanderclubs „Terra Incognita“ von Kiel (Ankunftshafen der lit. Radgruppe) bis Menden aus finanziellen Gründen ausfallen.

In einem Treffen mit Schülern, hatten die meisten den Wunsch nach Menden zu fahren und die deutsche Sprache zu lernen.
Dies ist für den Partnerschaftsverein ein Ansporn, es den Jugendlichen zu ermöglichen.

Es gab ein erstes Vorbereitungsgespräch für die Jubiläumsfeier zum 20jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Menden-Plunge, die im nächsten Jahr in Plunge sein wird.
Eine eventuelle finanzielle Unterstützung der EU muss noch in diesem Jahr beantragt werden.

Ende Oktober zieht die Plunger Stadtbibliothek in den Uhrenturm im Schlosspark um.
Mit Hilfe der EU und weiterer Sponsoren wurde dieser von dem Fürsten Oginskis erbaute und lange Zeit desolate Turm vollkommen renoviert und großzügig erweitert.
Vertreter des Partnerschaftsvereins nehmen an der offiziellen Eröffnung teil.

Ein Höhepunkt des Besuches war der von den beiden Mendenern organisierte „Deutsche Abend“ im deutschen Kulturzentrum.
Ein Quiz über Deutschland bzw. über Menden, kleine Spiele in deutscher Sprache, deutsche Volkslieder mit musikalischer Begleitung der Litauer und das mitgebrachte Fässchen Bier sowie der deutsche Wein, ließen diesen Abend feucht-fröhlich enden.

Die Quiz-Gewinner: Algimantas Budrys, Direktor des Saule-Gymnasiums
und Violeta Skiriene, Direktorin der Bibliothek

In Treffen mit den Plunger Freunden wurde auch immer wieder über die wirtschaftliche / politische Situation in Litauen gesprochen.
Offiziell wird die Einwohnerzahl des Landes mit 3.500 000 angegeben, aber die meisten meinten, dass es nur noch 2.500 000 sind.
Die große Abwanderung der überwiegend gut ausgebildeten Jugendlichen ins westliche Ausland, hier wird Norwegen bevorzugt, hält an.
Die Krise ist für viel Litauer noch immer vorhanden.
Einige Stadtverwaltungen können ihre Angestellten nicht pünktlich bezahlen.
Freunde bekamen erst jetzt nach drei Monaten ihr Gehalt.



D A N K E



Wir bedanken uns bei der örtlichen Presse für die Berichterstattung über unseren Verein:

WESTFALENPOST
und
Stadtspiegel
am Mittwoch
und am Sonntag