P R E S S E A R T I K E L
09.03.13
Viele Fragen zur Arbeit mit Behinderten
- Partnerschaftsverein Menden-Plunge freut sich über Besuch aus Litauen -

Menden. Eine Gruppe ehrenamtlicher und hauptamtlicher Sozialarbeiterinnen des Selbsthilfevereins „Viltis“ (litauisch für: Hoffnung) aus Plunge ist noch bis morgen früh in Menden zu Gast.
Sie beleuchtet intensiv die Situation behinderter Menschen in der Hönnestadt.



Gestern empfing die stellvertretende Bürgermeisterin Bärbel Lewald die Gäste aus der litauischen Partnerstadt Mendens im Ratssaal.
Diese sind schon seit Mittwoch in der Hönnestadt und haben schon ein strammes Programm absolviert, weiß Ulla Amsler zu berichten.
Sie ist 1. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Menden-Plunge und weiß, dass dieser immer wieder noch mit dem alten Namen „Hilfe für Plunge“ bekannt ist.
Dabei (er-) leben Plunger und Menden die Partnerschaft längst nicht mehr als Einbahnstraße.
Als Bärbel Lewald die Gruppe aus Litauen gestern im Ratssaal begrüßte, tat sie das mit großer Freude.
Für sie war es mehr als nur ein „Einspringen“ für den nach seinem Verkehrsunfall immer noch erkrankten Volker Fleige.
Lewald weiß, dass Freundschaften gepflegt werden müssen – und auch, dass der Partnerschaftsverein vorbildliche Arbeit leistet.
Seit 20 Jahren existiert dieser nun schon.
Neben Bärbel Lewald saß gestern zum einen Iris Schieferdecker, die in der Stadtverwaltung für die Seniorenberatung zuständig ist und viele Informationen darüber geben konnte, welche Hilfestellungen die Stadt gibt, wie wichtig in diesem Zusammenhang aber auch bürgerschaftliches Engagement ist.

Auf der anderen Seite hatte Asta Beierle-Eigirdiene, die als Direktorin für die Region Plunge verantwortlich ist und im Plunger Rathaus das höchste Amt einnimmt, Platz genommen.
Beierle-Eigirdiene spricht fließend Deutsch und Litauisch und übersetzte das, was Iris Schieferdecker und Bärbel Lewald berichteten.
Die stellvertretende Bürgermeisterin stellte Menden in sehr geraffter Form vor.
Dabei berichtete sie über die Geschichte Mendens, über die Innenstadt, aber auch wirtschaftliche Aspekte und die politische Situation.
Einen Teil von Menden hatten die Gäste aus der Partnerstadt da schon gesehen.
So informierten sie sich etwa in der Begegnungsstätte Club 78 der Behindertenhilfe Menden über die Arbeit des rührigen Vereins.
„Es gab viele Fragen zur Finanzierung der Arbeit. So ging es zum Beispiel um Zuschüsse, die das Land Nordrhein-Westfalen gewährt“, erinnert sich Ulla Amsler.
Und sie ergänzt: „Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch, wie der Club 78 entstanden ist – nämlich als Privatinitiative.“

Ähnliches gilt für den Verein für körper- und mehrfach behinderte Menschen (VKM), der in Menden zwei Wohnhäuser betreibt – eines an der Sollingstraße und die „Villa Dominik“ an der Schmölenallee.
Auch diese wurden nur realisiert, weil viel persönlicher Einsatz dahintersteht.
Die Gäste aus Plunge besuchten gemeinsam mit Vertretern des Partnerschaftsvereins aus Menden das Wohnhaus Sollingstraße.
Später führte sie ihr Weg dann auch noch zur Außenwohnanlage der Behindertenhilfe Menden an der Clemens-Brentano-Straße in Lendringsen.
Und auch die Felsenmeerschule Hemer und die Iserlohner Werkstätten der Diakonie Mark-Ruhr besuchten Litauer und Deutsche gemeinsam.
Der Besuch in der Reckenhöhle im Hönnetal ist da kaum mehr als ein kleiner touristischer Ausgleich.

Keine Frage: Die Plunger Gäste waren nach Menden gekommen, um sich zu informieren.
Welche Schlüsse sich daraus für die Partnerstadt Mendens ableiten lassen, muss sicher abgewartet werden.
Klar ist nur, dass die Besucher bleibende Eindrücke aus Menden mit in die Heimat nehmen, wenn sie morgen gen Baltikum starten.
Und das gehört eben auch zu einer funktionierenden Städtepartnerschaft.



D A N K E



Wir bedanken uns für diesen Artikel bei

Dirk Becker

Hellweger Anzeiger
Lokalredaktion Menden
www.hellweger
anzeiger.de


Einen etwas kürzeren Artikel dazu brachte auch der Mendener Stadtspiegel am Sonntag (10.03.2013)